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Notruf As A Service

Challenge
NEU
Aktuelle Phase
Endet am: 22.11.2022
  1. Aufruf und Einreichungen
    Aktuelle Phase: 15.09.2022 - 22.11.2022
  2. Rückfragen beginnt am 23.11.2022
  3. Jury-Bewertung beginnt am 07.12.2022
  4. Bekanntgabe der Gewinner ab 19.12.2022
Online seit 15.09.2022

Herausforderung

Für den Pannenfall steht Fahrzeuglenkenden entlang der Autobahn und Schnellstraßen alle zwei Kilometer pro Richtungsfahrbahn eine Notrufsäule zur Verfügung. Diese dienen dazu, Kontakt zur Überwachungszentrale aufzunehmen. Für Barrierefreiheit kann die Kommunikation mit der Zentrale auch per SMS stattfinden. Die Säule hilft dabei die Person korrekt zu orten. Einmal im Quartal kontrollieren und warten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der elektromaschinellen Erhaltung jede der rund 2500 Säulen.

Bis dato gilt auch im Smartphone-Zeitalter: Notrufsäulen sind eine sichere Alternative, falls das Telefon nicht nutzbar ist. Lieber eine Möglichkeit des Notrufs mehr als weniger auch wenn die Notrufsäulen immer weniger genutzt werden. Die ASFINAG möchte die Notrufsäulen zukunftsfit gestalten, ohne dabei das Ziel außer Acht zu lassen, Fahrzeuglenkenden im Notfall rasch zu helfen und die korrekte Notrufkette zu starten.

Fragestellung

Welche Innovationen ermöglichen die technische und organisatorische Verbesserung des Notrufangebots der ASFINAG?

Gewünschtes Ergebnis

Mit dieser Markterkundung werden innovative Lösungsansätze für ein Notrufsystem der Zukunft gesucht. Die ASFINAG möchte ihr Notrufangebot innovieren und in Erfahrung bringen, welche technischen und organisatorischen Herangehensweisen möglich sind und wer spätere Kooperationspartner sein können.

Wesentliches Ziel: Im Notfall rasche Kontaktherstellung und Start der korrekten Notrufkette für Fahrzeuglenkende. Wichtige Herausforderungen und funktionale Eckpfeiler, die erfüllt sein müssen:

  • Keine zusätzliche Gefährdung für potentielle NutzerInnen welche durch das Notrufsystem entsteht wenn dieses genutzt wird
  • Zeitspanne zwischen Ereignisbeginn und Alarmierung möglichst auf null reduzieren
  • Barrierefreiheit für alle potentiellen NutzerInnen, insbesondere für Menschen mit Hör- oder Sprachbehinderung bzw. körperlicher Beeinträchtigung
  • Die Lösung muss auch für Menschen, die aus dem Ausland nach oder durch Österreich reisen, im Notfall zugänglich sein und funktionieren- Die Lösung muss auch ohne Deutschkenntnisse gleichwertig, barrierefrei funktionieren.
  • Eine schnelle und akkurate Positionsverortung des Standortes, von dem der Notruf abgesetzt wird, muss gegeben sein.
  • Über die Positionsverortung muss der Hilfesuchende an die zuständige Verkehrsmanagementzentrale (die Zuständigkeitsgebiete sind in Regionen aufgeteilt) vermittelt werden.
  • Die Lösung muss über eine hohe Ausfallssicherheit verfügen, und an die örtlich zuständige regionale ASFINAG-Verkehrsmanagementzentrale (bzw. an die neun Leitstellen) angebunden sein.
  • Das gesamte Netz der ASFINAG ist ans virtuelle IP-basierte Datennetz angebunden und die Energieversorgung ist im Normalfall gegeben.

Wichtig: Innovative Lösungsansätze ohne Notrufsäulen sind ebenso erwünscht wie innovative Zugänge für die Weiterverwendung von Notrufsäulen. Wichtiger Parameter für die ASFINAG ist, dass der Nutzen für Sicherheit/Qualität im ASFINAG-Netz bzw. die Kundenzufriedenheit mit dem Aufwand bzw. den Kosten in Einklang steht.

Zur besseren Verortung der Thematik finden Sie eine grobe Skizzierung des jetzigen Ablaufs finden Sie weiter unten zum Download.

Nicht-Ziele dieser Markterkundung:

  • Lösungsvorschläge für den Bereich der Tunnel
  • Angebote die nur den Betrieb eines „Call Centers“ (sowie die Vermittlung an die Polizei) beinhalten

Vorüberlegung:

Das an Autobahnen und Schnellstraßen eingesetzte Notrufsystem sollte an bestehende Systeme und von KundInnen häufig adhoc genutzte Angebote wie 112 oder den Pannendienst anknüpfen/im Bedarfsfall weiterleiten oder diese klug einbinden. Das Notrufsystem könnte in weitere Services, z.B. die ASFINAG App eingebettet sein, darf dabei die Hilfe aber nicht verzögern und die Kernfunktion nicht überlasten (Differenzierung der Anliegen der Kontakt aufnehmenden Kunden und Priorisierung der Hilfesuchenden).

Aufruf zur Einreichung

Die Verantwortlichen der ASFINAG (siehe Jury) wenden sich mit dieser Challenge an Unternehmen oder Konsortien, die Ideen für die technische und organisatorische Umsetzung eines Notrufangebots der ASFINAG für alle Lenkerinnen und Lenker im Autobahnen- und Schnellstraßennetz einbringen können. Die ASFINAG ist nicht nur auf der Suche nach Gesamtansätzen; spezifisch nutzbare, innovative Bausteine für ein Gesamtkonzept sind ebenso willkommen.

Die Einreichung kann entweder auf den ASFINAG-eigenen Vorüberlegungen aufbauen, oder unter Einhaltung der funktionalen Eckpfeiler auf andere Art und Weise erfolgen. Innovative und bessere Ideen sind gewünscht und werden vertraulich behandelt. Damit die Jury eine Grundlage für die Auswahl von Gesprächspartnern beim Innovationsdialog hat, reichen Unternehmen bitte zunächst online ein:

  • Beschreibung Ihres Ansatzes bzw. der eigenen Leistungen und jener von Kooperationspartnern inklusive einer ersten groben Schätzung der Kosten für Errichtung und Betrieb für 5 Jahre
  • Zusammenfassung der Innovationsaspekte (Welche Neuentwicklungen bzw. neuen Technologien sind enthalten, welche neuen Erkenntnisse fließen ein?)
  • Darstellung von Referenzprojekten, die sinnvolle Analogien aufweisen

Wichtig: Der öffentliche Teil der Einreichung muss zumindest aus einem Unternehmensprofil (mit Referenzprojekten) und einer Zusammenfassung bestehen; der konkrete Ansatz kann zum Schutz vor Nachahmung auch vertraulich als pdf zur Verfügung gestellt werden. Die Jury verpflichtet sich zu Vertraulichkeit und schützt genuine Ideen der Einreichenden mit Alleinstellungsmerkmal vor der Verwertung durch Dritte.

Nutzen der Challenge und weiterer Projektverlauf

Der Sponsor erhält mit den Online-Einreichungen zur Challenge einen Überblick über in Betracht zu ziehende Lösungswege und potenzielle Partner. Die Jury aus internen Experten lädt danach jene Unternehmen zu einem Innovationsdialog ein, deren Lösungsansätze bei den Bewertungskriterien besonders positiv hervorstechen. Beim Innovationsdialog kann das Verständnis geschärft und Vorstellungen präzisiert werden.

Halten Sie sich den 19. Jänner 2023 für den Innovationsdialog frei!

Für Unternehmen bedeutet dies: Durch die Beteiligung an der Challenge gelangen Sie auf das Radar des öffentlichen Auftraggebers. Ihre Einreichung bleibt auch nach Abschluss der Challenge als Ihre Visitenkarte für weitere Interessierte einsehbar. Sie bringen sich für weitere Einkaufsprojekte der öffentlichen Hand in Stellung. Sind Sie unter den Gewinnern und werden zum abschließenden Innovationsdialog eingeladen, dann können Sie bei einem Marktgespräch Ihre Lösung präsentieren. Sie tauschen sich direkt mit den Projektverantwortlichen aus.

Dadurch entsteht auf Seiten des öffentlichen Auftraggebers Sensibilität und Verständnis für passende Innovationen. Dies ist wichtig, damit der öffentliche Auftraggeber nach der Markterkundung innovative Zugänge beim allfälligen Einkaufsprojekt nach dem Bundesvergabegesetz berücksichtigen kann.

Abhängig von den Ergebnissen sieht der weitere Projektplan folgendes vor:

So die Marktgespräche eine Umsetzung sinnvoll erscheinen lassen, ist das unmittelbare Ziel die allfällige Beauftragung einer Testung von Umsetzungsoptionen im Jahr 2023.

Dateien & Infos

Sie haben die passende Lösung?
Dann reichen Sie ein!

Fragen zur Challenge

Posten Sie Ihre Frage zur Challenge. Die Moderatorin /der Moderator prüft, recherchiert und veröffentlicht Ihre Frage gemeinsam mit der Antwort. Alle möglichen Teilnehmer erhalten so die gleichen Informationen.

Ihre Lösung passt nicht zu dieser Challenge? Präsentieren Sie Ihre Lösung am Marktplatz!

Der Marktplatz Innovation ist Schaufenster für verwaltungstaugliche Innovationen. Beschaffer nutzen Ihn zur Marktrecherche. Die IÖB-Servicestelle bewirbt diese Innovationen.

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