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Sensortextil bringt Wohlbefinden und Pflegeunterstützung

Gewinnerlösung
Aktuelle Phase:
Bekanntgabe der Gewinner
  1. Aufruf und Einreichungen abgeschlossen am 23.03.2018
  2. Rückfragen abgeschlossen am 02.04.2018
  3. Jury-Bewertung abgeschlossen am 10.04.2018
  4. Gewinner bekannt gegeben ab 11.04.2018
Challenge beendet

Sensortextil bringt Wohlbefinden und Pflegeunterstützung

Eine industriell waschbare Betteinlage, die automatisch bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten das Pflegepersonal alarmiert.

Bei der Pflege von inkontinenten Personen kann es trotz bestmöglicher Pflegeversorgung vorkommen, dass die Betroffenen auf einer nassen Unterlage liegen. Das dadurch gestörte Hautklima und wenig Bewegung können zu Hautirritationen führen, die im schlimmsten Fall zu einem Dekubitus werden.
Auch Personen welche an einer leichten Harninkontinenz leiden und theoretisch nicht täglich mit dem Problem konfrontiert sind, müssen bereits Einlagen tragen.

Diese Problemstellungen möchten wir mit einer intelligenten Betteinlage lösen. Diese enthält integrierte Textilsensoren und informiert bzw. alarmiert gegebenenfalls automatisch das Pflegepersonal.

Das Sensortextil erkennt:
- großflächig Flüssigkeiten für ein bestmögliches Hautklima
- die Position und Aktivität der zu pflegenden Person zur Unterstützung bei der Umlagerung
- die Bettbelegung für eine höhere Patientensicherheit bei desorientierten und sturzgefährdeten Personen

Betteinlagen werden bereits sehr häufig in der Pflege eingesetzt und bieten sich deshalb perfekt zur weiteren Funktionsintegration an. Durch das Sensortextil können mit einem Produkt drei unterschiedliche pflegeunterstützende Informationen gewonnen werden, welche sowohl Pfleger als auch die betroffenen Personen bestmöglich unterstützen und schützen.

Ökonomische Gesichtspunkte
Das Sensortextil bietet ökonomische Vorteile auf mehreren Ebenen:
Zum einen ermöglicht das innovative Inkontinenz-System dass Betroffene länger im eigenen Zuhause bleiben können. Aufgrund der Gewissheit in der Nacht kann teilweise auf eine Ganztagesbetreuung verzichtet werden und eine Kostenersparnis im Vergleich zu einer Ganztageskraft bzw. Pflegeheim tritt auf. Dies hat ebenfalls Auswirkungen auf die Pflegekostenstruktur von Versicherungen, der Gemeinde und Pflegeheimen.

Zum anderen kann bei leichter Inkontinenz durch das Sensortextil auf Einwegeinlagen verzichtet werden, was ein enormes Einsparungspotential bietet und Ressourcen schont.

In der Stationären Pflege können die intelligent verknüpften Sensorinformationen von Nässe, Aktivität und Belegung dazu eingesetzt werden, um in der Nacht eine gezielte und priorisierte Pflegeversorgung durchzuführen. Leerwege und Routinekontrollen können somit verringert werden und es bleibt mehr Zeit für Zwischenmenschliches. Es kann auf zusätzliche Bettfluchtalarmsysteme und Bettschutzeinlagen verzichtet werden, was die Pflege vereinfacht und Kosten senkt.

Die Produktlebenszykluskosten entsprechen nahezu konventionellen Textil-Betteinlagen, bieten aber allen Beteiligten einen erheblichen Mehrwert.

Ökologische Gesichtspunkte
Das besondere, geschichtlich geprägte Textilumfeld in Vorarlberg ermöglicht es die Produktion der Sensor-Betteinlage in Österreich durchzuführen. Dementsprechend fallen weite Transportwege und damit hohe verbunden Kosten weg und die Umwelt wird geschont.

Durch die richtige Materialauswahl für die Betteinlage und die Textilsensoren soll eine industrielle Waschbeständigkeit bei 95° und eine Lebensdauer von mehr als 150 Waschzyklen erreicht werden.
Betrieben wird die Elektronik des Sensortextils mit handelsüblichen AA Batterien mit langer Lebensdauer. Die Elektronik selbst ist mehrere Jahre einsetzbar und abnehmbar vom Textil um das Recycling zu ermöglichen und die unterschiedlichen Lebenszyklen von Textil und Elektronik bestmöglich auszunutzen.

Aufgrund einer sofortigen Alarmierung des Pflegepersonals bei einem Inkontinenzvorfall kann die Betteinlage sehr dünn gehalten werden, da keine großen Mengen an Flüssigkeit gespeichert werden muss. Dies hat bedeutenden Einfluss auf die Menge eingesetzter, saugfähiger Materialien. Zusätzlich werden Materialien verwendet die höchste Hautfreundlichkeit aufweisen (Oberfläche 100% Baumwolle) und keine zusätzliche chemische Behandlungen benötigen.

Die Dicke der Betteinlage sowie die Mischung aus Polyester und Baumwolle haben einen sehr positiven Einfluss auf den Wasser- und Energieverbrauch bei der Wäsche. Durch den dünnen Aufbau wird wesentlich weniger Wasser benötigt und die Trocknungszeit wird stark reduziert.

Soziale Gesichtspunkte
Wohlbefinden:
Das Obermaterial der Betteinlage besteht zu 100% aus Baumwolle und ein mehrlagiger, atmungsaktiver Membranaufbau verhindert zusätzliches Schwitzen im Bett. Der dünne Aufbau ermöglicht es die Betteinlage auch in Kombination mit Anti-Dekubitus Matratzen zu verwenden.
Die Sensoren sind aus leitfähigen Fasern hergestellt und für den betroffenen unsichtbar und nicht spürbar ins Textil integriert. Die Unterseite der Betteinlag ist rutschhemmend ausgeführt um die Faltenbildung zu verhindern

Je nach Pflegefall und Grad der Inkontinenz kann auf weitere Einlagen direkt am Körper verzichtet werden was einen großen Einfluss auf das Selbstbewusstsein der betroffenen Personen hat und ihnen länger ein Gefühl der Selbstbestimmtheit gibt.

Durch eine automatische Alarmierung bei Kontakt mit Nässe und Informationen über die Aktivität des Betroffenen fallen die nächtlichen Routine-Kontrollgänge weg. Dadurch kann der schnellstmögliche Textilwechsel erfolgen, Folgeschäden minimiert und Einwegabfälle reduziert werden. Der erholsame Schlaf wirkt sich positiv auf das Aktivitätsniveau und das Wohlbefinden am Folgetag aus.

Sollte ein sturzgefährdeter Bewohner unaufgefordert das Bett verlassen wird ebenso ein Alarm an das Pflegepersonal gesendet und das Risiko von weiteren Verletzungen minimiert.

Auswirkungen auf das Pflegepersonal:
Nächtliche Routine-Kontrollgänge können reduziert werden und das Pflegepersonal wird dort eingesetzt wo es konkreten Handlungsbedarf gibt. Eine Pflege mit Fokus soll dabei unterstützt werden damit das Pflegepersonal bewusst handeln, ihre Arbeit gezielt und insbesondere mit Gewissheit ausüben kann. Es bleibt zusätzlich mehr Zeit für die emotionale Pflege der Bewohner.

Die Betteinlage kann einfach in die Wäscherei gegeben werden.

Der Einkauf der Produkte kann wie bisher über Händler, Sanitätshäuser, Einkaufsgemeinschaften oder direkt erfolgen. Nach einer einmaligen Installation (Kopplung an das bestehende Rufsystem) ist das System einsatzbereit und ist ohne Mehraufwand zu bedienen.

In weiterer Folge können diese Sensoren direkt in die Einlagen, welche am Körper getragen werden, integriert werden. Damit könnte in Zukunft auf zusätzliche Betteinlagen gänzlich verzichtet werden.

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