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Mobile Vorrichtung für Befüllung von Salzsilo

Challenge
Neu
Aktuelle Phase
Endet am: 19.07.2022
  1. Aufruf und Einreichungen
    Aktuelle Phase: 19.05.2022 - 19.07.2022
  2. Rückfragen beginnt am 20.07.2022
  3. Jury-Bewertung beginnt am 29.08.2022
  4. Bekanntgabe der Gewinner ab 09.09.2022
Online seit 20.05.2022

Herausforderung

Damit der Verkehr auf den Autobahnen und Schnellstraßen im Winter nicht zum Erliegen kommt sind zwei Dinge wesentlich: Die mechanische Räumung des Schnees und der Einsatz von Salz (Natriumchlorid) als Taumittel. Der Salzverbrauch im Winterdienst schwankt. Im Durchschnitt sind es rund 80.000 Tonnen Salz, die jährlich von der ASFINAG gestreut werden. Ein Blog-Artikel von Georg Steyrer, Leiter Betriebliche Erhaltung in der Region Ost und Juror dieser IÖB-Challenge, gibt Einblick in die Verwendung von Salz: https://blog.asfinag.at/auf-der-autobahn/salz-auf-unseren-autobahnen

Die ASFINAG lagert das Streusalz für den Winterdienst in rund 200 Silos und 25 Hallen. Ein Teil der Silos ist in den Autobahnmeistereien der ASFINAG, ein Teil entlang der Strecke. Die Anlieferung von Salz erfolgt mit Silo-LKW, die nicht im Besitz der ASFINAG sind. Ein solches Spezialfahrzeug bläst ca. 25 Tonnen Salz in einer Stunde über eine Steigleitung in ca. 25 Meter Höhe in den Silo. Die kleinsten Silos wären damit in einer Stunde voll befüllt. Das Gros der Silos fasst zwischen 350 und 680 Tonnen Streusalz. Die Befüllung erfolgt daher in Etappen – in der Regel ist ein Silo nie völlig leer.

Diese Art der Befüllung stößt v.a. zu verbrauchsintensiven Zeiten an ihre Grenzen. Wird viel verbraucht, müssen die Silos auch rasch wieder befüllt werden. Weil die schneereiche Witterung nicht bloß an den Autobahnen das schnelle Auffüllen der Speicher erforderlich macht, sind Silo-LKW zu diesen Zeiten Mangelware.

Fragestellung

Wie kann eine mobile Anlage zur Befüllung von Salzsilos konstruiert und gebaut werden, um damit die Abhängigkeit von Silo-LKW im Winterdienst zeitnah zu reduzieren?

Gewünschtes Ergebnis

Die ASFINAG möchte sich von der Abhängigkeit von Silo-LKW lösen. Eine neuartige, mobile Anlage zur Beförderung des Salzes in den Silo soll den Einsatz der speziellen Silo-LKW zu Spitzenzeiten ergänzen. Wichtige Herausforderungen und funktionale Eckpfeiler, die erfüllt sein müssen:

  • Der Umgang mit dem Streusalz muss weiterhin so erfolgen, dass es trocken und sauber bleibt.
  • Die Gegebenheiten an den Silos sind für die Anlieferung mit Silo-LKW ausgelegt. Daher kann die Befüllung auch mit einer neu konstruierten Anlage nur über das an dem Silo in Personenhöhe fixierte Einblasrohr erfolgen (A-Kupplung 4 Zoll Durchmesser).
  • Die Entladung in diese Befülleinrichtung muss direkt aus Fahrzeug erfolgen, welches das Salz anliefert (Schubboden- oder Abkipp-LKW).
  • Ein bis zwei Personen sollen für die Lieferung, Einrichtung und Bedienung der Anlage am Silo ausreichen.
  • Die Geschwindigkeit beim Befüllen des Silos soll möglichst mit dem derzeitigen Standard konkurrenzfähig sein. D.h. eine gesamte LKW-Ladung Salz soll nach spätestens ein bis zwei Stunden entladen sein. Bei längerer Befülldauer könnte es ansonsten leicht zu einem Stau der anliefernden Fahrzeuge kommen, da es praktisch kaum möglich ist, die Anlieferzeiten stauvermeidend zu optimieren.
  • Die neuartige Anlage würde – z.B. über den Sommer – monatelang nicht verwendet werden. Die Maschine muss daher robust und hinsichtlich Wartung anspruchslos sein, damit sie im Herbst jederzeit zum nächsten Silo fahren kann, um dort Ihren Dienst zu tun.

Vorüberlegung zum Ablauf und der Konstruktion

Das Salz gelangt mit einem besser verfügbaren Sattelaufleger zum Silo. Die neuartige Anlage ist auf einem normierten Abrollcontainer / Abrollaufbau montiert und wird von einem Haken-LKW zum Einsatzort gebracht. Ihr Herzstück ist ein Kompressor, der das Salz in den Silo bläst. Der Antrieb erfolgt mittels einer Kardanwelle über einen Traktor oder Unimog bzw. mit einem verbauten Aggregat/Motor.

Aufruf zur Einreichung

Die Verantwortlichen der ASFINAG (siehe Jury) wenden sich mit dieser Challenge an Unternehmen oder Konsortien, die sowohl eine konkrete Perspektive für die Entwicklung als auch den Bau zumindest einer Pilotanlage einbringen können. Gleichzeitig sind Hersteller oder Händler von Schlüsselkomponenten eingeladen, diese einzureichen und bekannt zu machen.

Der spätere Entwurf einer Anlage kann entweder auf Basis der ASFINAG-eigenen Vorüberlegungen zu Ablauf und Komponenten erfolgen, oder unter Einhaltung der funktionalen Eckpfeiler auf andere Art und Weise erfolgen. Innovative und bessere Ideen sind willkommen und werden vertraulich behandelt.
Damit die Jury eine Grundlage für die Auswahl von Gesprächspartnern beim Innovationsdialog hat, reichen Unternehmen bitte zunächst online ein:

  • Eine Beschreibung ihres Lösungs-Ansatzes („Idee“) oder der Schlüsselkomponente, die Sie einbringen könnten.
  • Eine Beschreibung der eigenen Leistungen und jener von Kooperationspartnern, nach Möglichkeit soll die Darstellung durch Schilderung ähnlich gelagerter Projekte/Anlagen veranschaulicht sein.
  • Eine erste grobe Schätzung der Kosten für die Entwicklung und den Bau einer Pilotanlage
  • Einen groben Ablaufplan für die Realisierung bis hin zur Lieferung
    Wichtig: Der öffentliche Teil der Einreichung muss zumindest aus dem Unternehmensprofil (mit Referenzprojekten) und einer Zusammenfassung der wesentlichen Aspekte bestehen; der konkrete Ansatz kann zum Schutz der Idee vor Nachahmung auch vertraulich über den Moderator als pdf zur Verfügung gestellt werden. Die Jury verpflichtet sich zu Vertraulichkeit und schützt genuine Ideen der Einreichenden mit Alleinstellungsmerkmal vor der Verwertung durch Dritte.

Die Einreichfrist ist: 19. Juli 2022

Nutzen der Challenge und weiterer Projektverlauf

Der Sponsor erhält mit den Online-Einreichungen zur Challenge einen Überblick über in Betracht zu ziehende Lösungswege und potenzielle Partner. Die Jury aus internen Experten lädt danach jene Unternehmen zu einem Innovationsdialog ein, deren Lösungen bei den Bewertungskriterien besonders positiv hervorstechen. Beim Innovationsdialog kann das Verständnis geschärft und Vorstellungen präzisiert werden.

Halten Sie sich den 27. September 2022 für den Innovationsdialog frei!

Für Unternehmen bedeutet dies: Durch die Beteiligung an der Challenge gelangen Sie auf das Radar des öffentlichen Auftraggebers. Ihre Einreichung bleibt auch nach Abschluss der Challenge als Ihre Visitenkarte für weitere Interessierte einsehbar. Sie bringen sich für weitere Einkaufsprojekte der öffentlichen Hand in Stellung. Sind Sie unter den Gewinnern und werden zum abschließenden Innovationsdialog eingeladen, dann können Sie bei einem Marktgespräch Ihre Lösung präsentieren. Sie tauschen sich direkt mit den Projektverantwortlichen aus.

Dadurch entsteht auf Seiten des öffentlichen Auftraggebers Sensibilität und Verständnis für passende Innovationen und bisher möglicherweise vernachlässigte Aspekte. Dies ist wichtig, damit der öffentliche Auftraggeber nach der Markterkundung innovative Zugänge beim allfälligen Einkaufsprojekt nach dem Bundesvergabegesetz berücksichtigen kann und eine marktkonforme Umsetzung in die Wege leitet.

Abhängig von den Ergebnissen sieht der weitere Projektplan folgendes vor:

So die Marktgespräche eine Umsetzung sinnvoll erscheinen lassen, ist das unmittelbare Ziel die Beauftragung einer Pilotanlage über das je nach Erkenntnis der Markterkundung sinnvolle und zulässige Vergabeverfahren. Darüber hinaus könnte abhängig von der erlebten Praktikabilität der Demonstrationsanlage eine Ausstattung jeder Region mit ca. 1-2 Anlagen erfolgen (gesamt ca. 10).

Dateien & Infos

Sie haben die passende Lösung?
Dann reichen Sie ein!

Fragen zur Challenge

Posten Sie Ihre Frage zur Challenge. Die Moderatorin /der Moderator prüft, recherchiert und veröffentlicht Ihre Frage gemeinsam mit der Antwort. Alle möglichen Teilnehmer erhalten so die gleichen Informationen.

Bereits eingereichte Lösungen

Ihre Lösung passt nicht zu dieser Challenge? Präsentieren Sie Ihre Lösung am Marktplatz!

Der Marktplatz Innovation ist Schaufenster für verwaltungstaugliche Innovationen. Beschaffer nutzen Ihn zur Marktrecherche. Die IÖB-Servicestelle bewirbt diese Innovationen.

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