i2Storage – innovative, intelligente Energiespeicherung
Herausforderung
Der regulatorische Rahmen – u. a. durch das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) – fordert verstärkt netz- und systemdienliche Energiespeicher, die flexibel auf Preis- und Netzsignale reagieren und entsprechende Daten bereitstellen können. Dazu zählen Viertelstundenwerte, schnelle Abrufe, Spitzenkappung sowie eine erhöhte Flexibilität.
Derzeit verfügbare Energiespeichersysteme, insbesondere Lithium Ionen Hausspeicher und konventionelle Wärmespeicher, adressieren den steigenden Bedarf an Flexibilität, Netzstützung und möglicher Sektorkopplung nur unzureichend. Viele Systeme sind einphasig, sehr komplex zu installieren (nicht Plug & Play fähig), technisch monofunktional (nur Strom) und verfügen über keine intelligenten, marktsignalgeführten Steuerungsmechanismen. Auch bereits verfügbare saisonale Speicherlösungen wie Erdbecken-Wärmespeicher (PTES), Erdwärmesondenspeicher (BTES), H₂ basierte Technologien und Carnot Batterien erreichen zwar Demonstrationsreife (TRL≥7), sind jedoch nicht in kundenfreundlicher, installierbarer oder kombinierbarer Form erhältlich.
Aktuell marktüblich verfügbare Speicher bieten die benötigten Fähigkeiten in der Regel daher nicht oder nur proprietär und unzureichend standardisiert, weshalb im Rahmen dieser IÖB-Challenge nach geeigneten Lösungen gesucht wird.
Fragestellung
Gewünschtes Ergebnis
Gesucht werden neuartige Speicherlösungen mit einem Entwicklungsgrad von TRL7 oder höher, die vom Kunden selbst oder einer Fachwerkstätte gemäß Anleitung installierbar („Plug & Play), intelligent steuerbar und netzdienlich sind. Gewünschte Lösungsansätze erfüllen folgende Aspekte:
Technologie und Handhabung
- echte Plug & Play Lösung für Endkund:innen (Haus, Gewerbe, Quartier), die ohne komplexe Installationsprozesse in Bestands- und Neubauten integriert werden können. Das soll auch für Kunden ohne PV Eigenerzeugung gelten (d.h. AC-Kopplung gewünscht)
- dreiphasige Wirkleistung > 5 kW und Möglichkeit zur modularen Skalierung der Lösung am Standort
- Optional: Sektorkopplung Strom ↔ Wärme z.B. (Batterie + thermischer Speicher, Wärmepumpe, Rückverstromung), sodass elektrische und thermische Energie flexibel gespeichert, umgewandelt und genutzt werden kann
- Option saisonaler Speicherung (thermisch oder chemisch) als technische Ausbaustufe für Quartiere und Regionen
Intelligente Steuerung
- Intelligente dezentrale Steuerung für Optimierung, Prognose & Dispatching (z.B. durch Verwendung von KI)
- KI basierte Steuerungssysteme, die Marktsignale, Netztarife, Lastspitzen und CO₂ Preissignale verarbeiten und so einen wirtschaftlichen und ElWG konformen netz- und systemdienlichen Betrieb ermöglichen
- offene, interoperable digitale Schnittstellen für EMS/SCADA/VPP-API zur einfachen Anbindung & Steuerung
Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit
- nachweisbare ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit gemäß SDGs/3 Säulen-Modell entlang des Produktlebenszyklus
- langlebige Komponenten, Recyclingfähigkeit, geringe Ressourcenintensität
- Skalierbarkeit durch Koppelung mehrerer Module
Die Energie Steiermark sucht nach einem portfolio-fähigen Set an Energiespeichermodulen (Strom und/oder Wärme), die einfach bei Kunden installiert werden können. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die durch die Einbindung standardisierter Schnittstellen (z.B. EMS/SCADA/VPP API), Edge KI (für Prognose/Dispatch), Sicherheits- und Datenschutz by Design; Monitoring via Portal/API (Viertelstundenwerte, Latenz ≤ 12 h gem. ElWG Datenzugang) bereits bestehende Lösungen weiterdenkt.
Aufruf zur Einreichung
Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen sind eingeladen, ihre Prototypen oder Lösungsansätze mit TRL 7 oder höher einzureichen. Bitte stellen Sie eine kurze Beschreibung der Lösung, den Mehrwert Ihrer Lösung sowie Anschauungsmaterial bereit, das die Jury bei der Bewertung Ihrer Lösung unterstützt.
Unternehmen reichen bis zum 17. Mai 2026 über das Online-Formular ein:
Beschreibung:
Der Fokus der Beschreibung soll zu den Bewertungskriterien passen. Überzeugen Sie mit nachvollziehbaren Anwendungsfällen und Referenzen. Inkludieren Sie in Ihrer Beschreibung Informationen zu Ihrem Unternehmen, verwendeter Technologie, Funktionsprinzip, der adressierten Speicherformate (Strom, Wärme, saisonal) sowie der Reife Ihres Produktes. Stellen Sie darüber hinaus auch Informationen zu Installation (Plug-and-Play-Fähigkeit, dreiphasige Einbindung > 5kW, AC-DC-Koppelung), Steuerung, Schnittstellenfähigkeit, Integration in Bestandsgebäude und -anlagen sowie zum Service-/ und Wartungskonzept und Nachhaltigkeit Ihres Produktes zur Verfügung. Gehen Sie dabei auch auf den systemdienlichen Betrieb wie Flex-Logik, Spitzenkappung und Tarifkopplung ein.
Zusammenfassung des Mehrwerts:
Bringen Sie das Alleinstellungsmerkmal und entscheidende Vorteile auf den Punkt! Was macht Ihre Lösung besonders innovativ? Was zeichnet sie aus? Warum können Sie mit Ihrer Technologie die Herausforderungen der Energie Steiermark lösen?
Vertrauliche Informationen (nur für die Jury):
Falls vorhanden, inkludieren Sie eine kurze TCO/LCOS Abschätzung. Diese Information kann über die Plattform vertraulich eingereicht werden.
In dieses Textfeld können Sie weitere Informationen eintragen, die Sie ausschließlich mit den Projektverantwortlichen teilen möchten. Alternativ ist die Zusendung einer PDF per E-Mail an die Moderatoren der Challenge möglich.
Zusätzlich braucht es ein Titelbild. Dieses ist Ihr visuelles Aushängeschild bei der Übersicht der Einreichungen zu dieser Challenge.
Optional können Sie auch noch eine Datei anhängen. Diese Datei soll die Texte der Formularfelder ergänzen, aber nicht ersetzen und wiederholen! Nutzen Sie den Dateianhang z.B. für Grafiken.
WICHTIGER HINWEIS: Einreichungen im Konsortium sind möglich. Fassen Sie sich kurz (Richtwert: maximal 10-12 Präsentationsfolien oder 4-5 Din A4 Seiten). Wir befinden uns mit der Challenge in der Markterkundung. Es ist daher nicht notwendig, extra für diesen Anlass ausgearbeitete Entwürfe oder Machbarkeitsstudien zu erstellen.
Nutzen der Challenge und weiterer Projektverlauf
Die Energie Steiermark erhält mit dieser Challenge einen Überblick über Lösungswege und potenzielle Partner. Die Jury aus internen Experten lädt danach jene Unternehmen zu einem Innovationsdialog ein, deren Lösungen bei den Bewertungskriterien besonders positiv hervorstechen.
Für Unternehmen bedeutet dies: Durch die Beteiligung an der Challenge gelangen Sie auf das Radar des öffentlichen Auftraggebers. Ihre Einreichung bleibt auch nach Abschluss der Challenge als Ihre Visitenkarte für weitere Interessierte einsehbar. Sie bringen sich für weitere Einkaufsprojekte der öffentlichen Hand in Stellung. Sind Sie unter den Gewinnern der Challenge und werden zum abschließenden Innovationsdialog eingeladen, dann können Sie bei einem Marktgespräch Ihre Lösung präsentieren. Sie tauschen sich direkt mit den Projektverantwortlichen aus.
Dadurch entsteht auf Seiten des öffentlichen Auftraggebers Sensibilität und Verständnis für passende Innovationen. Dies ist wichtig, damit der öffentliche Auftraggeber nach der Markterkundung innovative Zugänge beim allfälligen Einkaufsprojekt nach dem Bundesvergabegesetz berücksichtigen kann.
Vergaberechtlicher Hinweis der Energie Steiermark:
Festgehalten wird, dass die Energie Steiermark AG als Energieversorger dem Vergaberecht unterworfen ist. Die gegenständliche Markterkundung stellt ausdrücklich keinen Beschaffungsvorgang im Sinne des BVergG in der geltenden Fassung dar, sondern soll als Form einer IÖB-Markterkundung lediglich als Vorstufe für eine zukünftige Beschaffung unter Anwendung etwaiger Beschaffungsrichtlinien und des BVergG dienen.
Durch die Teilnahme an diesem Prozess entsteht kein Rechtsanspruch zur Teilnahme an weiteren Vergabe-/Beschaffungsprozessen!
Abhängig von den Ergebnissen sieht der weitere Projektplan folgendes vor:
Nach Abschluss der Challenge, wenn geeignete Lösungen gefunden wurden:
- Innovationsdialog & Feldnachweis: wenn möglich, Auswahl 1–2 passender Lösungen für Kurz Demos (Bestandsgebäude/Quartier), Netz-/Systemdienlichkeitstests (Preis-/Tarifsignale, Spitzenkappung), Daten /API Checks.
- Pilotbeschaffung, wenn passende Lösungen gefunden werden.
- Skalierung & Roll out: Durchführung eines geeigneten Beschaffungsverfahrens
Sie haben die passende Lösung?
Dann reichen Sie ein!
Fragen zur Challenge
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