BlätterDach

Lösung zur Challenge: Greener Linien: Neue Wege mit begrünten Wartehäuschen
Aktuelle Phase:
Bekanntgabe der Gewinner
  1. Aufruf und Einreichungen abgeschlossen am 10.10.2019
  2. Rückfragen abgeschlossen am 30.10.2019
  3. Jury-Bewertung abgeschlossen am 15.11.2019
  4. Gewinner bekannt gegeben ab 16.11.2019
Challenge beendet

BlätterDach

Der Begriff “Wartehäuschen” hat etwas von Holzhütte und Märchenwald, durchaus passend bei der Aufgabenstellung für begrünte Haltestellen. Schließlich ist der Aufenthalt unter einem großen, schattigen Baum die angenehmste Art, heiße Tage zu verbringen. Mit diesem Bild vor Augen entstand unser Entwurf mit folgenden Eckpunkten:
- Universelle Nutzungsqualität für einen allgegenwärtigen Aufenthaltsraum in der Stadt
- mit dualer Funktion: dem Verkehr zugewandt und stadtseitig.
- Ein Stadtmöbel, das auffallen muss und sich gleichzeitig einfügt,
- mit zeitgemäßer technischer Ausstattung.
- Flexibel, modular, den Umgebungssituationen anpassbar.

Dieses Konzept ist eine Evolution der heutigen Wartehäuschen.

Der Grundraster basiert auf den Rahmenbedingungen der CityLight-Konstruktion, bietet mehrere Abstandsvarianten der vertikalen Steher, hohe Anpassbarkeit an individuelle Situationen und optische Variation.
In einem “Eckpfeiler” mit größerer Dimensionierung sind Zusatzfunktionen versteckt, wie z. B. Anschlussleitungen für technische Einrichtungen. Er ist immer neben einem CityLight Objekt positioniert sodass Anschlüsse gebündelt werden können. Das unten entlanglaufende Metallband trägt die Sicherheitsverglasung, ist Teil der Sitzkonstruktion und bietet einen kontrastierenden optischen Abschluss der Glasfläche. Es “erdet” das Objekt. Farbgebung von Eckpfeiler und Metallband korrespondieren mit dem neuen Haltestellenmast. Die übrigen Komponenten des Rahmens sind metallfarbene Edelstahlprofile.

Das Dach öffnet sich in zwei Bögen, wie eine Baumgabelung, längs der Rahmenkonstruktion. Es wird insgesamt höher, die Auskragung verlängert. Die Dachfläche selbst besteht aus einer Schicht lasergeschnittenem Edelstahlblech, das an ein Blätterdach erinnert und gewinnt so an Helligkeit. Darüber eine Polycarbonatplatte mit Sonnenschutz. Regenwasser fließt in die Rinne zwischen den Bögen und wird als Zulauf für die Bepflanzung genutzt.

Sitzflächen sind mit verlängerten Armstützen ausgeführt. Die Latten von Sitz- und Lehnflächen bestehen aus nachhaltig produziertem Naturfasercompound.

Leichtigkeit und Helligkeit der Überdachung ist ein zentrales Anliegen, daher haben wir uns für Rankpflanzen entschieden.
Rankpflanzen benötigen Pflanztröge mit Substrat, Drainage, Überlauf, für lange Trockenperioden mit Wassereinfüllöffnung. Der Trog nimmt, etwas zurückgesetzt, den Raum unter der Sitzbank ein. Die Pflanzen klettern an einem Edelstahl Ranknetz bis zum Dach, zusätzlich gestützt durch Architekturseile, brauchen gelegentliche gärtnerische Begleitung. (Campsis radicans, Trichtertrompete, sehr wüchsig und robust, blüht nur in voller Sonne, nicht duftend oder Lonicera brownii ‚Dropmore Scarlet‘, Schlingendes Geißblatt, halbschattenverträglich, blüht von Juni bis Oktober, oft stark duftend).

Technische Ausstattung: Informationsflächen für E-Paper Anzeigen und analoge Informationen, Lademöglichkeiten für Mobilgeräte über USB-Anschlüsse, ein Lautsprecher plus Induktionsschleife

Mehrwert

Die Qualität des Wartens ist Bestandteil der gesamten Öffi-Nutzungserfahrung. Sie kann ausschlaggebend sein, sich für oder gegen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu entscheiden.
Den Mehrwert dieser Gestaltung sehen wir als Beitrag zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs, als kleine Funktionsinseln der Stadt und Aufwertung des städtischen Raums.
Die Nutzungsqualitäten sprechen für sich:
- Aufenthaltsqualität: (Sonnen)schutz und Begrünung
- Öffnung nach oben, das lichtdurchlässige, helle und ausladende Dach erzeugt ein Gefühl der Sicherheit: besser hinaussehen, besser gesehen werden.
- Mehr Sitzfläche, komfortableres Sitzen und leichteres Aufstehen mit verlängerten Armstützen.
- Anlehnflächen für Stehende.
- Für Menschen mit Seheinschränkungen ist das kontrastreiche Metallband am unteren Rand eine gut sichtbare räumliche Begrenzung.
- Durchsagen sind ohne Straßenlärm für alle besser verständlich, Induktionsschleifen unterstützen schwerhörige Personen.
- E-Paper-Anzeigen sind ausgesprochen gut lesbar für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, für blinde Personen auch mit E-Reader ausgestattet.
- Mobilgeräte aufladen mit Ladebuchsen in gut erreichbarer Höhe, auch für RollstuhlfahrerInnen und kleine Personen.
Im Betrieb:
- Modulare Konstruktion und Flexibilität für unterschiedliche Straßenverhältnisse.
- Haltbare Matreialien, einfache Wartung.
- Nur in langen Trockenperioden müssen Pflanzen zusätzlich mit Wasser versorgt werden (ausgenommen Anwuchsphase).

Dateien & Infos

Rückfragen & Kommentare

Bitte melden Sie sich an, wenn Sie ein Feedback hinterlassen möchten.

Bereits eingereichte Lösungen

Hinter der IÖB-Servicestelle stehen starke Partner

Eine Initiative von:
In Kooperation mit: