Fahrkarten am Automaten: Hardware für die Zukunft

Challenge
Aktuelle Phase
Endet am: 19.08.2019
  1. Aufruf und Einreichungen abgeschlossen am 10.07.2019
  2. Rückfragen abgeschlossen am 01.08.2019
  3. Jury-Bewertung
    Aktuelle Phase: 02.08.2019 - 19.08.2019
  4. Bekanntgabe der Gewinner ab 20.08.2019
Online seit 28.05.2019

Herausforderung

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Auch in Zeiten zunehmender Onlinekäufe sind Ticketautomaten Aushängeschilder und Garanten für einen kundenfreundlichen Vertrieb. Die derzeit an den Bahnhöfen in ganz Österreich eingesetzten Automaten der ÖBB gibt es in dieser Form seit 15 Jahren.

Ähnlich lange wird auch die demnächst ausgeschriebene neue Generation ihren Dienst verrichten. Zwar rüstet die ÖBB-Personenverkehrs AG die eine oder andere Komponente im laufenden Betrieb nach, dennoch gilt: Was heute geplant wird, bestimmt bis zum Jahr 2035, was Kundinnen und Kunden am Automaten erwarten dürfen.

Die Planung ist daher eine verantwortungsvolle Aufgabe, bei der die ÖBB-Personenverkehrs AG sich nicht nur auf die eigenen klugen Köpfe und Rückmeldungen von Nutzerinnen und Nutzern verlassen will. Im Zuge dieser IÖB-Challenge soll daher ein Austausch mit Unternehmen stattfinden, um sicherzustellen, dass deren innovative Produkte bei der Konzipierung der neuen Generation von Ticketautomaten berücksichtigt werden können.

Aus Betriebssicht gibt es zwei Ärgernisse, die nach Veränderungen schreien: Jeder Automat hat seinen eigenen (analogen) Schlüssel um die mechanische Verriegelung zu lösen. Betriebsmitarbeiter müssen bei Tätigkeiten an der Technik der Automaten den – meistens aber die – passenden mitführen. Und weil die Kasse dadurch auch zugänglich ist, gilt das 4-Augen-Prinzip. Dazu sind innovative Lösungen gesucht. Weitblick braucht es für die Interaktion mit den Kundinnen und Kunden. Derzeit haben die Automaten folgende „Schnittstellen“: Bargeldsysteme, Ticket- und Restgeldausgabefach (aus technischen Gründen beträgt das Restgeld, das der Automat ausgibt, maximal € 9,90), Lesegerät für Chips und Magnetstreifen auf Bank- und Kreditkarten, NFC Nahfeldkommunikation (RFID), Barcodescanner, Touchscreen, Audioausgang über Klinke, Papierdrucker.

Aus heutiger Sicht ist das nicht schlecht. Aber in Zukunft?

<<Unbedingt beachten: Es laufen zwei parallele Challenges der ÖBB PV AG zu den Ticketautomaten der neuen Generation.>>

Fragestellung

Welche neuartigen Hardware-Komponenten sorgen dafür, dass der Ticketautomat auch im Jahr 2035 noch auf der Höhe der Zeit ist (i.B. Schnittstellen zu Kundengeräten, Bargeldannahme- und Ausgabe) und welche smarten Sicherheitslösungen gibt es, um den Zugriff für Betriebsmitarbeiter zu steuern?

Gewünschtes Ergebnis

Der Automat der Zukunft ist ausgestattet mit den Komponenten seiner Zeit und bei seiner Anschaffung zumindest „future-ready“. Auf neue Formen und Technologien der Interaktivität ist er vorbereitet. Dazu kommt ganz konkret: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb kommen ohne analoge Schlüssel aus. Und doch ist der Automat sicher. Folgende Szenen könnten daher in Zukunft stattfinden:

A - Ein Mann kommt am Bahnhof an. Er hat in der U-Bahn bereits online begonnen, ein Ticket zu kaufen. Die Fahrt war aber zu kurz um fertig zu werden. Er wählt also die Komfortvariante, geht zum Automaten und hält sein Smartphone an den Bildschirm. Der Automat übernimmt die bereits eingegebenen Daten, fragt die fehlenden ab und startet die Zahlung. Der Mann hält sein Smartphone erneut an den Bildschirm des Automaten. Die Zahlung ist erledigt und das Ticket wird auf das portable Gerät übertragen.

B - Eine Schülerin hat von der Oma zum Geburtstag EUR 100 in Scheinen bekommen und will damit zum Vergnügungspark in die nächste Stadt fahren. Sie wählt das passende Ticket. Der Automat startet die Bezahlung. Das Mädchen steckt die Banknote in die vorgesehene Vorrichtung. Augenblicke später erhält sie ihr Wechselgeld – einige Geldscheine und ein paar Münzen. Eine Beschränkung der Ausgabe ist aus monetären Sicherheitsgründen nicht mehr nötig.

C - Der Servicemitarbeiter muss bei der Wartungsrunde der Ticketautomaten keine große Anzahl an Schlüsseln mehr mitführen. Das Schließsystem ist sicher und doch einfach in der Handhabung. Die Bargeldkasse physisch von der restlichen Technik getrennt.

DIESE RAHMENBEDINGUNGEN GIBT ES ZU BEDENKEN:
• Die (Warte-)Dauer bei einem Ticketkauf soll möglichst verkürzt werden.
• Es ist kein Ziel, die Ticketingsoftware zu erneuern. Sehr wohl kann diese aber mit Add-ons ergänzt werden.
• Ein Automat ist max. 70cm breit.
• Ein Automat muss für alle Kundengruppen bedienbar sein.

Aufruf zur Einreichung

Sie haben eine spannende (Teil-)Lösung? Sie entwickeln gerade eine? Sie sind Expertin oder Experte?

Dann reichen Sie ein!

Klicken Sie auf „Lösung einreichen“ und halten Sie Folgendes bereit:
• Ein Titelbild
• Eine aussagekräftige Beschreibung
Wie könnten die neuen Funktionen mit Ihnen umgesetzt werden? Gehen Sie insbesondere auch auf die Bewertungskriterien (z.B. unverbindliche Kostenschätzung). Nutzen Sie gegebenenfalls Referenzprojekte zur Veranschaulichung.
• Eine kurze Zusammenfassung des Mehrwerts
• Für jene Informationen, die Sie nicht öffentlich preisgeben können, gibt es das Feld „Vertrauliche Informationen“. Nur die Moderatorin und die Jury können diese Eingabe einsehen. Die Zeichenanzahl ist beschränkt, zur Vertiefung dient der Innovationsdialog. P.S.: Keine Sorge, die Jurymitglieder verpflichten sich zur Vertraulichkeit.
• Optional: Eine Datei als Upload
(z.B. vorhandene Produktbroschüren oder Illustrationen, die Ihre Beschreibung ergänzen – nicht ersetzen!)

HINWEIS: Wir befinden uns mit der Challenge in der Markterkundung. Deshalb ist für die Teilnahme Folgendes noch nicht notwendig, um das Interesse zu wecken: völlig neu und extra für diese Challenge ausgearbeitete Konzepte, detaillierte technische Entwürfe oder Machbarkeitsstudien. Halten Sie sich kurz (Richtwert: maximal fünf A4-Seiten oder zehn Präsentationsfolien insgesamt).

Nutzen der Challenge und weiterer Projektverlauf

Die ÖBB Personenverkehr AG erhält mit dieser Challenge einen Überblick über Lösungswege und potentielle Partner.

Für Unternehmen bedeutet dies: Durch die Beteiligung an der Challenge gelangen Sie auf das Radar des öffentlichen Auftraggebers. Ihre Einreichung bleibt auch nach Abschluss der Challenge als Ihre Visitenkarte für weitere Interessierte einsehbar. Sie bringen sich für weitere Einkaufsprojekte der öffentlichen Hand in Stellung. Kooperationspartner können auf Sie aufmerksam werden.

Die Jury aus internen Experten lädt jene Unternehmen zu einem anschließenden Innovationsdialog ein, deren Lösungen bei den Bewertungskriterien besonders positiv hervorstechen. Sind Sie unter diesen Gewinnern, dann können Sie bei einem Marktgespräch mit der ÖBB Ihre Lösung präsentieren. Sie tauschen sich direkt mit den Projektverantwortlichen aus.

Halten Sie sich als einreichendes Unternehmen den 5. September für den Innovationsdialog in Wien bitte frei.

Durch die Challenge und den Innovationsdialog entsteht auf Seiten des öffentlichen Auftraggebers Sensibilität und Verständnis für passende Innovationen. Dies ist wichtig, damit der öffentliche Auftraggeber nach der Markterkundung innovative Zugänge beim allfälligen Einkaufsprojekt nach dem Bundesvergabegesetz berücksichtigen kann.

Abhängig von den Ergebnissen sieht der weitere Projektplan folgendes vor:

Die derzeitigen Automaten sollen ersetzt werden. Eine allfällige (zeitnahe) Ausschreibung ist daher abhängig von den Ergebnissen der Challenge derzeit vorgesehen.

Dateien & Infos

Fragen zur Challenge

Posten Sie Ihre Frage zur Challenge. Die Moderatorin /der Moderator prüft, recherchiert und veröffentlicht Ihre Frage gemeinsam mit der Antwort. Alle möglichen Teilnehmer erhalten so die gleichen Informationen.

Bereits eingereichte Lösungen

Ihre Lösung passt nicht zu dieser Challenge? Präsentieren Sie Ihre Lösung am Marktplatz!

Der Marktplatz Innovation ist Schaufenster für verwaltungstaugliche Innovationen. Beschaffer nutzen Ihn zur Marktrecherche. Die IÖB-Servicestelle bewirbt diese Innovationen.

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