Automatisiertes Handling von Münzen

Challenge
Aktuelle Phase:
Bekanntgabe der Gewinner
  1. Aufruf und Einreichungen abgeschlossen am 21.10.2016
  2. Rückfragen abgeschlossen am 07.11.2016
  3. Jury-Bewertung abgeschlossen am 15.11.2016
  4. Gewinner bekannt gegeben ab 16.11.2016
Challenge beendet
Die Entscheidung ist gefallen!

Die Münze Österreich war auf der Suche nach einem innovativen Handlingsystem, das Münzen automatisch in Münzträgersystem einsortiert. 12 Unternehmen haben Ihre Lösungsvorschläge eingebracht.

Ende November 2016 hat die Münze Österreich fünf Unternehmen zur Präsentation ihrer Lösung eingeladen. Nach dem Testlauf mithilfe eines Prototypen hat die Münze Österreich nun die Ausschreibung für dieses Projekt gemeinsam mit der Bundesbeschaffung GmbH abgewickelt.

Den Zuschlag hat ein Unternehmen der Challenge erhalten: Die Firma ECONOMA Engineering GmbH.

Das Projekt befindet sich bereits in den finalen Zügen der Umsetzung: Im Frühjahr 2019 werden die Maschinen geliefert.

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Herausforderung

Zu den Aufgaben der Produktionsmitarbeiter der Münze Österreich gehört die Arbeit an den Prägemaschinen, wo die verschiedenen Sammlermünzen geprägt werden. Ein zentraler Schritt im Produktionsprozess ist die Einsortierung der aus der Prägemaschine kommenden Münzen in dafür vorgesehene Münzträgersysteme. Dieser Prozessschritt wird bislang manuell auf zwei verschiedene Arten durchgeführt (Ablagebretter bzw. derzeit Schüttgut).

In Variante A (derzeit Schüttgut) befindet sich der Start und damit die Münze am Ende der Ausgaberutsche (Abbildung 1 unter Downloads) einer der insgesamt drei baugleichen Prägemaschinen und wird manuell aus dem Schüttgut senkrecht in das Münzträgersystem einsortiert (Abbildung 2 unter Downloads).

In Variante B (Ablagebrett, höhere Produktqualität) beginnt dieser Vorgang mit den geprägten Münzen, die am Ablagebrett (Abbildung 3 unter Downloads) aufliegen. Von dort werden die Münzen manuell und senkrecht in das Münzträgersystem einsortiert.

Dazu kommt, dass die Ablagebretter und Trägersysteme für die unterschiedlichen Münzen verschiedene Größen haben.

Die manuelle Einsortierung ist zu langsam und ineffizient. Die Einsortierung soll daher schneller, effizienter und prozesssicher werden.

Fragestellung

Wie kann ein flexibles, innovatives und bedienerfreundliches Handlingsystem aussehen, das Münzen automatisch in Münzträgersysteme einsortiert?

Gewünschtes Ergebnis

In beiden Varianten wird eine Lösung gesucht, die die Oberfläche der hochwertigen Münzen bei der Einsortierung nicht beeinträchtigt.

Wichtig ist, dass verschiedene Materialien sowie Münzgrößen im Einsatz sind, daher wird an den Prägemaschinen mit verschiedenen Ablagebrettern (Abbildung 4 unter Downloads), sowie Münzträgersystemen (Abbildung 5-8 unter Downloads) gearbeitet. Aufgrund notwendiger Wartungsarbeiten (Reinigung) der Anlagen sind Abweichungen und Toleranzen bei den Münzträgersystemen vorhanden. Daher ist Genauigkeit eine wesentliche Anforderung. Das neue System soll Toleranzen bei den Münzträgern erkennen und kompensieren.

Ziel ist es, die Rüstzeit von einem Produkt auf das andere zu minimieren (max. 15 Minuten) bzw. zu vermeiden (Produkte siehe Abbildung 9). Dabei soll der Prozessablauf kontinuierlich und zuverlässig sein (min. 95% Verfügbarkeit ist gewährleistet).

Eine weitere Zielsetzung ist die Vermeidung vom Zwischenbunker Schüttgut. Die Verwendung von marktüblichen hochwertigen Standardkomponenten (z.B. Pneumatik, Steuerung, Kamera) ist der Technik ein zentrales Anliegen. Das neue System darf einen Lärmpegel von max. 75dB(A) verursachen.

Eine bestimmte Anordnung der Münzen (Vorderseite/Rückseite/Drehung) ist nicht notwendig. Darüber hinaus ist das Entleeren der Münzträgersysteme sowie eine Oberflächenkontrolle an dieser Stelle des Prozesses nicht erforderlich.

Zwei mögliche Lösungswege wurden identifiziert:

In Variante A ist eine mobile Lösung gesucht, welche die Münzen direkt vom Ende der Ausgaberutsche der Prägemaschine (Abbildung 10 unter Downloads) senkrecht in die Münzträgersysteme einsortiert. Als Überführung vom Ausgabepunkt an der Prägemaschine zum Entnahmepunkt für das Pick and Place System wäre z.B.: ein Förderband oder eine Luftpolsterwegstrecke oder auch eine ganz andere Lösung -nach Ihren Ideen- angedacht.

Dafür wird auf Folgendes besonders Wert gelegt:

  • Durchlaufgeschwindigkeit: bis zu 70 Stück/Minute (von einem Produkt in eine Variante des Münzträgersystems)
  • Raum: Der verfügbare Raum ist begrenzt (siehe Skizze 1 - Platzverhältnisse unter Downloads)
  • Einfache Transferierbarkeit: Die Anlage soll einfach und rasch (Rüstzeit ist ca. 15min.) zwischen den Maschinen umgebaut werden können

Die Autonomie der Anlage spielt in der mobilen Variante keine Rolle, da ein Stop & Go-Betrieb gefahren wird.

In Variante B ist eine stationäre Lösung gesucht, welche die Münzen, die auf dem Ablagebrett liegen (Abbildung 11 unter Downloads), senkrecht in die Münzträgersysteme einsortiert. Auch die derzeit als Schüttgut behandelten Produkte werden bei dieser Lösung über die Ablagebretter abgearbeitet.

Dafür wird auf Folgendes besonders Wert gelegt:

  • Durchlaufgeschwindigkeit: 50 Stk./Minute (von einem Produkt; von mehreren Varianten des Ablagebretts in eine Variante des Münzträgersystems)
  • Autonomie: autonomes Arbeiten (nach dem Schichtbetrieb und in der Pause), um die ca. 100 Stk. gefüllten Ablagebretter abarbeiten zu können (Es ist daher ein Eingangs- und Ausgangspuffer notwendig)
  • Verfügbarer Raum: max. Fläche von 3m x 2,5m; max. Höhe der Anlage 2,5m; 2 Seiten begehbar

Auf einen Blick: Flexibles, innovatives und modernes Handling

Im Zuge dieser Markterkundung wird bei allen Funktionalitäten, die die neue Lösung erfüllen muss, besonderes Augenmerk auf eine flexible, innovative und moderne Lösung gelegt, die bedienerfreundlich, lärmarm und platzsparend sein soll.

  • Genauigkeit und Zuverlässigkeit müssen die neue Lösung auszeichnen, schließlich sollen die Münzen ohne Beschädigung in die Münzträgersysteme einsortiert werden.
  • Die Rüstzeit soll minimiert bzw. noch besser vermieden werden.
  • Für die zu liefernde Anlage sollen marktübliche hochwertige Standardkomponenten verwendet werden.

Wichtig: Sie finden die technischen Anforderungen unter den Downloads auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst.

Jetzt sind Ihre Lösungen gefragt!

Senden Sie Ihre Automationslösung inkl. einer ersten groben Kostenschätzung bis 21.Oktober 2016 per Mail an innovationspartnerschaft@bbg.gv.at. Gehen Sie dabei vor allem auf die Beschreibung der Bewertungskriterien ein!

Posten Sie die Kurzbeschreibung Ihrer Automationslösung sowie eine Referenz (wenn verfügbar) online – es gilt ebenso der 21.Oktober als letztmöglicher Einreichtermin!

Da der Münze Österreich das Zusammenspiel aller Komponenten wichtig ist, werden keine Einzelteile (z.B. Steuerungselement) gesucht. Außerdem werden nicht gesucht: detaillierte Umsetzungskonzepte sowie zur Gänze ausgearbeitete Angebote.

Nutzen der Challenge und weiterer Projektverlauf

Präsentieren Sie Ihren Lösungsvorschlag:

Aus allen geposteten Lösungsvorschlägen werden fünf Einreicher/innen zu einem Innovationsdialog(=Markterkundungsgespräch mit einer Kurzpräsentation der geposteten Lösung und Diskussion) Mitte November in die Münze Österreich eingeladen. Auf Basis der Erkenntnisse, die die Münze Österreich durch den Innovationsdialog erlangt, wird allenfalls eine Auftragsvergabe gemäß Bundesvergabegesetz vorbereitet.

Werbung für Ihren Lösungsvorschlag:

Die Münze Österreich ist eine der führenden Münzproduktionsstätten weltweit. Für bewährte und innovative Lösungen besteht die Möglichkeit diese im Rahmen der jährlichen Treffen der weltweiten Münztechniker mit dem Auftraggeber gemeinsam zu präsentieren und so eventuell Folgeaufträge zu lukrieren.

Dateien & Infos

Fragen zur Challenge

Gewinnerlösungen

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